Über

beeMentor

Setz dich als Mentor*in aktiv für eine gerechtere Gesellschaft ein!

Gruppe von zehn Menschen auf einer Bühne, einige halten Blumensträuße, alle lächeln und posieren nach einem Event oder einer Zeremonie.

Mit deinem Engagement kannst du nachhaltig etwas bewegen, indem du geflüchtete Menschen bei Herausforderungen ihres Alltags unterstützt. Mach dich stark für diejenigen, die wenig Unterstützung erfahren.

Menschen in einem eleganten Saal, die Fotos mit ihren Handys machen, während eines Events oder einer Gala.
Zwei Menschen sprechen bei einer Podiumsdiskussion. Die Frau trägt eine schwarze Jacke und hat dunkle Haare in einem Dutt, der Mann trägt eine blaue Sweatshirt und schwarze Hose. Beide halten Mikrofone, auf dem Tisch sind Getränke und Ketchupflaschen. Es gibt Banner im Hintergrund.

Was ist beeMentor?

beeMentor ist unsere Antwort auf die Frage, wie wir geflüchteten Familien und Einzelpersonen das Ankommen in unserer Gesellschaft erleichtern können.

In unserem Mentor*innenprogramm beeMentor vermitteln wir seit Anfang 2015 Ehrenamtliche (Mentor*innen) an geflüchtete Familien und Einzelpersonen (Mentees). Du kannst entweder allein oder mit einer weiteren Person, zum Beispiel mit einem Freund oder einer Freundin, eine Patenschaft übernehmen.

Als Mentor*in spendest du durchschnittlich etwa zwei Stunden Zeit pro Woche und stehst den Mentees währenddessen als Ansprechpartner*in bei unterschiedlichen Herausforderungen zur Seite. Dabei gilt immer: Du bestimmst deine Grenzen selbst und entscheidest, bei welchen Themen du unterstützen möchtest.

Die Patenschaft wird individuell entlang deiner Kapazitäten und der Bedürfnisse der Mentees gestaltet. Sie beinhaltet beispielsweise deine Unterstützung bei Behördengängen oder dem Vereinbaren von Arztterminen, beim Deutschlernen oder den Hausaufgaben oder der gemeinsamen Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Vielleicht lernt ihr auch gemeinsam die Stadt Hamburg besser kennen.

Die Patenschaft lebt dabei von Zuverlässigkeit, gegenseitigem Respekt und Perspektivwechsel. Und im Zentrum sollte immer die Hilfe zur Selbsthilfe stehen. Denn das Ziel ist es, die Mentees dazu zu ermächtigen, sich selbstständig und sicher in den Strukturen in Deutschland zu orientieren. So können sie ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen und ihren Anspruch auf gerechte Teilhabe in der Gesellschaft geltend machen. All das trägt zu einer stärkeren und solidarischeren Gesellschaft bei.

In 3 Schritten zum
beeMentor werden!

1

Fülle das Kontaktformular an oder melde dich direkt bei beementor@bee4change.eu!

2

Unverbindliches Kennenlernteffen auf einen Kaffee, Tee, Wasser Spaßgetränk

3

Gestaltung deines persönlichen Ehrenamtes: Ob direkte Patenschaft, Gruppenpatenschaft in einem Lesekreis... nicht jeder muss alles können, aber vielleicht jeder ein bisschen…

Oft gestellte Fragen:

Eine Gruppe von Menschen, darunter eine Frau mit langen schwarzen Haaren in traditioneller Kleidung, sitzt vertieft bei einem Vortrag oder einer Veranstaltung, im Hintergrund ein Mann in rotem Hut und weiterer Personen.
  • Mentorenschaft hilft Menschen, sich in einer neuen Umgebung besser zurechtzufinden. Ziel ist „Hilfe zur Selbsthilfe“: Mentees sollen lernen, Dinge nach und nach alleine zu schaffen und ihren eigenen Weg zu gehen.

    Auch Mentor*innen profitieren. Sie lernen neue Perspektiven kennen, denken über sich selbst nach und stärken ihre interkulturelle Kompetenz. Das hilft im Alltag, im Beruf und fördert eine offene Gesellschaft.

    In Hamburg gibt es viele Patenschaftsprogramme. Oft gibt es eine 1:1-Begleitung. Häufig werden aber Familienpatenschaften vermittelt. Dabei unterstützen ein oder zwei Mentor*innen eine geflüchtete Familie.

    Geflüchtete Familien haben oft viele Herausforderungen gleichzeitig. Mentor*innen helfen bei wichtigen Aufgaben und entlasten die Familie. So kann sich die Situation für alle verbessern. Die genaue Zusammensetzung der Patenschaft wird vorher gemeinsam festgelegt.

  • Grundsätzlich kann jeder Mentorin werden, der oder die Zeit und Lust hat, sich zu engagieren.  Wichtig ist vor allem, dass du zuverlässig bist, Verantwortung übernehmen möchtest und dir deine Motivation gut überlegt hast. Im Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob alles gut passt.

    Eine Mentorenschaft ist auf eine längere Zeit angelegt, damit wirklich etwas entstehen kann. Dafür solltest du etwa zwei Stunden pro Woche einplanen. Ein genauen, festgelegten Zeitrahmen geben wir ausdrücklich nicht vor. Wie ihr die Zeit gestaltet – ob bei persönlichen Treffen oder auch mal digital – könnt ihr ganz flexibel miteinander abstimmen.

    Und ja: Eine Mentorenschaft ist auch zu zweit möglich! Gerade bei Familienpatenschaften ist man oft für mehrere Personen da. Wenn du dich damit wohler fühlst, kannst du die Patenschaft auch gemeinsam mit einer Person übernehmen, die du kennst.

  • Der Einstieg in eine Mentorenschaft läuft in mehreren einfachen Schritten ab:

    Zuerst füllst du einen Online-Fragebogen aus. Dabei kannst du dir schon Gedanken über deine Motivation und deine eigenen Grenzen machen – das ist eine wichtige Grundlage.

    Danach meldet sich die Projektleitung bei dir und ihr vereinbart ein Kennenlerngespräch. Dieses dauert etwa eine Stunde und findet entweder persönlich oder online statt. Dabei geht es darum, dich besser kennenzulernen, deine Antworten zu besprechen und offene Fragen zu klären. Ob eine Patenschaft für dich in Frage kommt, oder die Belgleitung von einem Lesekreis.

    Anschließend beginnt das sogenannte Matching: Es wird eine passende Familie für dich gesucht. Das passiert gemeinsam mit den Unterkünften für geflüchtete Menschen. Wenn eine passende Familie gefunden wurde, gibt es ein erstes gemeinsames Treffen, bei dem auch das Projektteam dabei ist.

    Nach dem Treffen kannst du in Ruhe entscheiden, ob du dir die Patenschaft vorstellen kannst.

    Insgesamt dauert die Vermittlung meist etwa 3 bis 6 Wochen. Währenddessen wirst du über alle Schritte informiert und begleitet.

  • Die Lesekreise für Grundschulkinder mit direkter und indirekter Fluchterfahrung sind bedarfsorientiert aus den Familienpatenschaften entstanden. Die unterstützen die Kinder spielerisch in der Lese- und Sprachförderung, indem sich die Kinder fernab von Schule und Elternhaus austauschen, gemeinsam Bücher lesen und ihr Wortschatz erweitert wird. Der Prozess ist grundsätzlich der gleiche. Die Lesekreise finden in den Bücherhallen Hamburgs statt, im Rahmen des Patenschaftsprogramms. Gemeinsam erörtern wir mit der Projektleitung, an welchem Lesekreis du mitwirken könntest und wie diese Hilfe aussieht. Bevor wir die Teilnahme an einem Lesekreis dann offiziell machen, geben wir dir die Möglichkeit, bei einem Lesekreis zu hospitieren. So kannst du dir ein eigenes Bild machen und schauen ob das Leiten eines Lesekreises für dich in Frage kommt.

  • Vor dem ersten Treffen unterschreibst du eine Freiwilligenerklärung von Fördern & Wohnen. Darin werden Daten zu deiner Person abgefragt und du verpflichtest dich, keine sensiblen Daten aus der Freiwilligenarbeit an Dritte weiterzugeben. Du bist dann über Fördern & Wohnen haftpflicht- und unfallversichert. Außerdem wirst du in das Ehrenamtsregister von Fördern & Wohnen aufgenommen und profitierst von Fortbildungsangeboten.

    Bei der Begleitung von den Lesekreisen findet kein Austausch mit Fördern & Wohnen statt. Eine derartige Erklärung wird nicht unterschrieben.

    Um dein Ehrenamt antreten zu können, musst du bei Fördern & Wohnen nachweisen, dass du gegen Masern geimpft bist. Außerdem musst du ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis beantragen. Fördern & Wohnen händigt dir ein Formular aus, das du im Kundenzentrum abgibst. Das Führungszeugnis ist kostenlos, du musst dafür jedoch einen Termin in einem Kundenzentrum in deiner Nähe vereinbaren. Der Termin dauert aber maximal 5 Minuten.

  • Du triffst dich etwa einmal pro Woche mit der Familie. Das kann immer ein regelmäßiger Termin sein oder du vereinbarst die Termine flexibel. 

    Du entscheidest, wo du dich treffen möchtest. Überlege dir am besten vorher, ob du die Familie z.B. auch in ihrer Unterkunft besuchen oder lieber etwas außerhalb unternehmen möchtest. Gerade am Anfang solltest du eher vorschlagen, was ihr während des Treffens macht. Versuche auch immer wieder, die Familie zu motivieren, Vorschläge zu machen oder zu fragen, was sie interessiert. Achte immer darauf, dass die Aktivitäten am besten kostenlos sind.

    Wenn du während deiner Mentorentätigkeit überfordert bist, Freizeittipps brauchst oder auch schöne Momente teilen möchtest, wende dich jederzeit gerne an unsere Projektmanagerin.

  • Eine Mentorenschaft dauert in der Regel etwa sechs Monate, kann aber auch kürzer oder länger sein, je nach deiner Situation.

    Du wirst während der Zeit begleitet und kannst dich jederzeit an die Projektleitung wenden. Wenn sich deine Lebensumstände ändern, ist es wichtig, die Patenschaft gemeinsam und gut abzuschließen, sodass alle positiv auf die Zeit zurückblicken können.

  • Während der Mentorenschaft kann es zu Missverständnissen oder Konflikten kommen. Wichtig ist, offen darüber zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden, dabei kannst du viel lernen.

    Wenn du Unterstützung brauchst, hilft dir die Projektleitung. Bei Bedarf können Gespräche begleitet oder externe Unterstützung organisiert werden.

    Wenn sich keine Lösung findet, kann die Patenschaft auch beendet werden. Wichtig ist, dass du das immer gemeinsam mit der Projektmanagerin klärst.

  • Es gibt regelmäßige Treffen und Feste wie Frühlings-, Sommer- und Nikolausfeiern, bei denen du andere Mentor*innen kennenlernen kannst.

    Außerdem kannst du an Fortbildungen teilnehmen. Eigene Projektideen sind willkommen und können gemeinsam mit der Projektleitung umgesetzt werden.

  • Dein ehrenamtliches Engagement kann dir bei Bewerbungen oder Stipendien helfen.

    Wenn du einen Nachweis oder eine Stellungnahme brauchst, kannst du dich jederzeit an die Projektleitung wenden.

Projektmanagement

Eine Frau mit dunklen Haaren, die ein grünes traditionelles Kleid trägt, in einem Innenraum mit Holzregalen im Hintergrund.

Léma Wardak

Location
+49 176 57825936
beeMentor@bee4change.eu

Wenn du Interesse hast, Mentor*in zu werden, fülle dieses Kontaktformular aus und erzähle uns ein bisschen über dich:

Mach Mit!

Mach Mit!